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Fachbegriffe von A bis Z

Arztbriefe, Laborbefunde und Beipackzettel sind voller Begriffe, die niemand erklärt. Hier stehen 189 davon, verständlich formuliert und untereinander verknüpft.

Abszess

Abgekapselte Eiteransammlung; im Rahmen einer gegen Krankheitserreger gerichteten, entzündlichlichen Reaktion neu entstandener, mit Eiter gefüllter Hohlraum.

Adherence

Auch Adherence to therapy oder Compliance oder Therapietreue; Bereitschaft und Fähigkeit eines Patienten oder einer Patientin, einen mit dem Arzt bzw. der Ärztin ausgehandelten Therapieplan zu befolgen; Maß der Übereinstimmung der tatsächlich erfolgten Medikamenteneinnahme mit der medizinisch optimalen Therapie. Eine sehr gute Adherence ist einer der wichtigsten Faktoren für einen Therapieerfolg bei einer Kombinationsbehandlung gegen HIV.

Siehe auch Kombinationsbehandlung

Aids

Von englisch: acquired immunodeficiency syndrome, deutsch: Syndrom der erworbenen Immunschwäche. Auslöser der Krankheit ist das HI-Virus ( HIV ). Im langen Verlauf der Infektion mit HIV wird das Immunsystem zusehends geschädigt; dadurch kommt es unter anderem zu opportunistischen Erkrankungen. Gewisse dieser Krankheiten gelten – zusammen mit dem Nachweis einer HIV-Infektion – nach internationaler Übereinkunft als Aids definierend. Aids ist die Folge einer weit fortgeschrittenen HIV-Infektion; unter einer rechtzeitig begonnenen Kombinationsbehandlung gegen HIV schreitet die HIV-Infektion häufig nicht bis ins Stadium Aids vor. Zur Definition von Aids

Siehe auch HIVImmunsystemInfektionKombinationsbehandlungSyndromopportunistischen Erkrankungen

Aids Dementia Complex

Gehirnerkrankung bei Menschen mit HIV, die mit dem schleichenden Verlust geistiger Fähigkeiten einhergeht. Der Aids Dementia Complex zählt zu den Aids definierenden Erkrankungen.

Siehe auch Aids definierenden ErkrankungenHIV

aidsdefinierende Erkrankungen

Gruppe von Erkrankungen, die laut internationaler Übereinkunft in die Aidsdefinition aufgenommen wurden. Menschen mit HIV, die an einer dieser Krankheiten leiden, werden als Menschen mit Aids bezeichnet.

Akupunktur

Methode der Komplementärmedizin, nach lateinisch acus = Nadel, punctura = Stich. Traditionelle chinesische Heilmethode, die mittels Nadelstichen den gestauten Energiefluss im Körper normalisieren soll.

Siehe auch Komplementärmedizin

akute Infektion

Auch Primoinfektion; Vermehrung eines Mikroorganismus im Körper, bei der Krankheitserscheinungen ( Symptome und Befunde) auftreten. Bei etwas mehr als der Hälfte der Menschen, die sich mit HIV infiziert haben, kommt es in den ersten Wochen nach der Übertragung zu Anzeichen einer Primoinfektion. Diese verschwinden ohne Behandlung wieder ( asymptomatische Infektion).

Siehe auch BefundeHIVSymptomeasymptomatische Infektion

Allergen

Stoff, der eine krankhaft übersteigerte Immunantwort auslöst.

Siehe auch Immunantwort

ambulante Behandlung

Behandlung, ohne dass der Patient oder die Patientin ins Krankenhaus aufgenommen werden muss, im Gegensatz zur stationären Behandlung.

Siehe auch stationären Behandlung

anal

Zum After gehörend, durch den After

Anthroposophie

Behandlungsrichtung der Komplementärmedizin, von griechisch anthropos = Mensch, sophia = Weisheit, die auf der gleichnamigen Weltanschauungslehre von Rudolf Steiner (1881 – 1925) gründet. ( Homöopathie.)

Siehe auch HomöopathieKomplementärmedizin

Antibiotika

Gruppe von medizinischen Wirkstoffen, die Bakterien und andere Mikroorganismen am Wachstum hindern und abtöten können. Einzahl: Antibiotikum.

Antigen

Substanz, die von einem lebenden Organismus als fremd erkannt wird und die eine spezifische Immunantwort (z.B. die Bildung von Antikörper) auslöst.

Siehe auch AntikörperImmunantwort

Antikörper

Körpereigener Abwehrstoff gegen Antigene. Antikörper gegen HIV

Siehe auch Antigene

Antimykotika

Gruppe von medizinischen Wirkstoffen, die Pilze am Wachstum hindern oder abtöten Einzahl: Antimykotikum.

Arbeitsunfähigkeit

Gesundheitlich bedingte Einschränkung in der bisherigen Tätigkeit Erwerbsunfähigkeit

Siehe auch Erwerbsunfähigkeit

ART

Von englisch: anti-retroviral therapy, deutsch: antiretrovirale Therapie, gegen Retroviren gerichtete Therapie Kombinationsbehandlung gegen HIV

Siehe auch KombinationsbehandlungRetroviren

Arztgeheimnis

Rechtlich bindende Verpflichtung, Personendaten über Patienten und Patientinnen nicht weiterzugeben usw.

asymptomatische Infektion

Vermehrung eines Mikroorganismus im Körper, bei der keine Symptome entstehen.

Siehe auch Symptome

Befund

In der medizinischen Fachsprache: Ergebnis einer ärztlichen Untersuchung Diagnose, Symptom.

Siehe auch DiagnoseSymptom

Blutbild

Aktuelle Zusammensetzung der Blutzellen (rote und weiße Blutkörperchen und Blutplättchen).

Blutserum

Blutplasma ohne Blutgerinnungsfaktor I (Fibrinogen)

Siehe auch Blutplasma

Candia-Pilze

Gattung der Sprosspilze, die zahlreiche Arten umfasst, von denen nur ein Teil medizinisch bedeutsam ist, z.B. Candida albicans, ein dünnwandiger Hefepilz, der unter besonderen Bedingungen Krankheiten verursacht, z.B. eine Entzündung der Mund- und Zungenschleimhaut (Stomatitis) oder der Speiseröhre (Ösophagitis). Mundsoor ist ein weißlicher Belag des Candida-Pilzes auf der Mund- und Zungenschleimhaut. Candida-Infektionen sind opportunistische Erkrankungen im Rahmen einer HIV-Infektion. Eine Candida-Ösophagitis gilt bei gesicherter HIV-Infektion als Aids definierend.

Siehe auch Aids definierendCandida-InfektionenHIV-Infektionopportunistische Erkrankungen

CD4-Rezeptoren

Oberflächenhinweis gewisser Körperzellen (v. a.. CD4-Lymphozyten), an das sich das HIV anlagern kann. HIV wird fast ausschließlich in Zellen gefunden, die solche Rezeptoren aufweisen.

Siehe auch CD4-LymphozytenHIV

CD4-Wert

Anzahl CD4-Lymphozyten, die in einem Millionstelliter (Mikroliter = µl = Kubikmillimeter = mm 3 ) Blut enthalten sind. Bei Menschen mit intaktem Immunsystem liegt dieser Wert über 500. Bei den meisten Menschen mit HIV nimmt er ohne Kombinationsbehandlung gegen HIV im Verlauf der Infektion stetig ab

Siehe auch CD4-LymphozytenHIVImmunsystemInfektion

CD4-Zellen

Auch CD4-Lymphozyten oder Helferzellen; Untergruppe bestimmter weißer Blutkörperchen ( Lymphozyten), die auf ihrer Oberfläche CD4-Rezeptoren aufweisen.

Siehe auch CD4-RezeptorenLymphozyten

CD8-Zellen

Auch CD8-Lymphozyten oder Killerzellen; Untergruppe bestimmter weißer Blutkörperchen ( Lymphozyten), die auf ihrer Oberfläche CD8-Rezeptoren aufweisen.

Siehe auch Lymphozyten

CDC

Centers for Disease Control and Prevention, US-Bundeszentrale zur Erfassung von Krankheiten.

Chemokine

Körpereigene Zytokine, die bestimmte weiße Blutkörperchen zu einer gerichteten Wanderung veranlassen.

Siehe auch Zytokine

Chinesische Medizin

Traditionelle chinesische Medizin (TCM)

Siehe auch Traditionelle chinesische Medizin (TCM)

Co-Infektion

Zwei oder mehr verschiedene Krankheitserreger sind gleichzeitig aktiv, beispielsweise das HI-Virus und ein Hepatitis-Virus.

Compassionate use

Englisch: «Verwendung aus Mitgefühl»; Einsatz eines noch nicht zugelassenen Medikamentes bei Menschen, bei denen sich die zugelassenen Medikamente als unwirksam oder unverträglich erwiesen haben und die nicht in eine Studie aufgenommen werden können, in der das Medikament geprüft wird.

Compliance

Adherence Bereitschaft eines Patienten oder einer Patientin zur Mitarbeit bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen, z.B. die Zuverlässigkeit, mit der therapeutische Maßnahmen befolgt werden (so genannte Verordnungstreue). Adherence meint die Einhaltung eines gemeinsam mit dem Arzt oder Ärztin erarbeiteten Therapieplans.

Siehe auch Adherence

Cunnilingus

Orale Stimulation (Reizung mit Zunge, Lippen oder Zähnen) der äußeren weiblichen Geschlechtsteile. Fellatio

Siehe auch Fellatio

Datenschutz

Datenschutzgesetze sollen verhindern, dass Daten missbräuchlich bearbeitet (gespeichert, weitergegeben, verwendet ...) werden. Die Tatsache, dass bei einer Person eine HIV-Infektion vorliegt, zählt zu den besonders schützenswerten Daten.

Diagnose

Zweifelsfreie Zuordnung einer gesundheitlichen Störung zu einem Krankheitsbegriff aufgrund genauer Befragung und Untersuchung. Symptom , Befund

Siehe auch BefundSymptom

DNS

Desoxyribonukleinsäure, englisch: desoxyribonucleic acid (DNA); chemische Bezeichnung der Bausteine der Erbsubstanz eines Lebewesens. RNS

Siehe auch RNS

Doppelblindstudie

Studienanordnung, bei der zur Vermeidung von unbewussten Verfälschung der Studienergebnisse weder Patient bzw. Patientin noch Arzt oder Ärztin wissen, welches der getesteten Mittel – z.B. Wirksubstanz (in der Behandlungsgruppe) oder Placebo (in der Vergleichsgruppe) – eingesetzt wird. Randomisiert ist die Studie, wenn die Patienten und Patientinnen nach dem Zufallsprinzip der Behandlungs- bzw. der Vergleichsgruppe zugeordnet werden.

Siehe auch Placebo

Ekzem

Auf entzündlichen Reaktionen (z.B. auf ein Allergen) beruhende, flächenhafte, nicht ansteckende Hautveränderung, oft mit Juckreiz.

Siehe auch Allergen

Enzym

Eiweisstoff, der biochemische Reaktionen beschleunigt oder erst ermöglicht, zum Beispiel die Spaltung von anderen Eiweißen ( Integrase, Protease Reverse Transkriptase)

Siehe auch IntegraseProteaseReverse Transkriptase

Epidemie

Erkrankung, die mit zunehmender Häufigkeit innerhalb einer Region oder Bevölkerungsgruppe auftritt und typischerweise nach Erreichen eines Häufigkeitsgipfels einen Rückgang der Neuerkrankungen zeigt. Die HIV-Infektion in der Schweiz entspricht dieser Beschreibung. Sie untersteht deshalb dem Epidemiengesetz.

Siehe auch HIV-Infektion

Epidemologie

Wissenschaft, die sich mit der Verteilung von übertragbaren und nicht übertragbaren Krankheiten und deren Folgen in der Bevölkerung befasst. Epedemie

Siehe auch Epedemie

Ernährung

Gesunde Ernährung, Diäten, Nahrungsmittelergänzungen

Erwerbsunfähigkeit

Unmöglichkeit, nach erfolgter Eingliederung auf dem gesamten in Frage kommenden Arbeitsmarkt ein Erwerbseinkommen zu erzielen. Arbeitsunfähigkeit

Siehe auch Arbeitsunfähigkeit

Fellatio

Orale Stimulation (Reizung mit Zunge, Lippen oder Zähnen) des Penis. Cunnilingus

Siehe auch Cunnilingus

Gentherapie

Neuartige medizinische Behandlungsmethode, bei der die Erbsubstanz oder Abschriften davon beeinflusst werden.

Granulozyten

Gruppe von weißen Blutkörperchen, die in der Immunabwehr tätig sind.

HAART

Von englisch: highly active anti-retroviral therapy ( ART), deutsch: hochwirksame Kombinationsbehandlung gegen HIV; zu den verschiedenen Interpretationen des Begriffs

Siehe auch ART

Hemmer der Protease

Wirkstoffklasse von Medikamenten gegen HIV, die im Rahmen einer Kombinationsbehandlung gegen HIV eingesetzt werden und die Protease von HIV hemmen; Abkürzung PI,

Siehe auch HIVPIProtease

Hemmer der Reversen Transkriptase

Wirkstoffklasse von Medikamenten gegen HIV, die im Rahmen einer Kombinationsbehandlung gegen HIV eingesetzt werden und die Reverse Transkriptase von HIV hemmen; es gibt nukleosidanaloge ( NRTI) und nichtnukleosidanaloge Hemmer der Reversen Transkriptase ( NNRTI).

Siehe auch HIVKombinationsbehandlungNNRTINRTIReverse Transkriptasenichtnukleosidanalogenukleosidanaloge

Hepatitis

Entzündung der Leber. Die häufigsten Ursachen für eine Hepatitis sind übermäßiger Alkoholkonsum oder eine Infektion mit einem Hepatitis-Virus. Da einige Hepatitis-Viren grundsätzlich auf die gleiche Art wie HIV übertragen werden, findet sich eine solche Infektion relativ häufig als Co-Infektion bei Menschen mit HIV. Mehrzahl: Hepatitiden.

Siehe auch Co-InfektionHIVInfektion

Herpes

Durch Herpes-simplex-Viren (Typ I und II) ausgelöste Erkrankungen. Herpes labialis = Herpes der Lippen, Herpes genitalis = Herpes der Geschlechtsorgane, d.h. von Penis bzw. äußeren Geschlechtsteilen der Frau. Herpes simplex; Herpes zoster (Gürtelrose). Bestimmte Herpes-simplex-Infektionen sind opportunistische Erkrankungen im Rahmen einer HIV-Infektion, einige davon gelten bei gesicherter HIV-Infektion als Aids definierend.

Siehe auch AidsHIV-Infektionopportunistische Erkrankungen

HIV (HI-Virus)

Von englisch: human immunodeficiency virus, deutsch: menschliches Immunschwäche-Virus. Eine Infektion mit HIV gilt als Ursache von Aids . Das HIV gehört zur Gruppe der Retroviren. Nach heutigem Wissensstand wurde das Virus um 1930 von Affen erstmals auf Menschen übertragen ( SIV). Bekannt sind die beiden Typen HIV-1 und HIV-2, die je verschiedene Subtypen (bezeichnet mit Grossbuchstaben) umfassen. Es wird meist sexuell übertragen sowie bei Spritzen-/Nadeltausch im Rahmen von intravenösem Drogengebrauch oder von der Mutter auf das Kind ( vertikale Transmission); Schutz vor einer Übertragung bieten Safer Sex und Safer Use, Eine HIV-Infektion kann in den ersten Wochen zu Krankheitserscheinungen ( akute Infektion) führen und schädigt – unbehandelt – meist im Verlaufe von Jahren das Immunsystem Die Infektion kann mit verschiedenen Tests nachgewiesen werden; zur Hemmung der Virusvermehrung wird eine Kombinationsbehandlung gegen HIV eingesetzt.

Siehe auch AidsImmunsystemKombinationsbehandlungRetrovirenSIVSafer SexSafer UseTestsVirusakute Infektionvertikale Transmission

HIV-Antikörper-Test

Standardverfahren, um eine Ansteckung mit HIV nachzuweisen bzw. auszuschließen. Der Test untersucht, ob der Körper spezifische Antikörper gegen HIV gebildet hat ( HIV-positiv oder nicht ( HIV-negativ). Da der Test eine HIV-Infektion nachweisen kann, nicht aber Aids, ist die Bezeichnung Aids-Test irreführend. Der HIV-Antikörper-Test ergibt erst drei Monate nach einer möglichen Ansteckung ein ausreichend sicheres Ergebnis.

Siehe auch AidsAntikörperHIVHIV-negativHIV-positiv

HIV-negativ

Auch HIV-seronegativ, oft auch seronegativ oder negativ; als HIV-negativ werden Blutproben bezeichnet, in denen keine Antikörper gegen HIV nachgewiesen wurden. Das Testresultat HIV-negativ drei Monate nach einer Risikosituation bedeutet, dass keine Ansteckung stattgefunden hat. Gegensatz: HIV-positiv.

Siehe auch AntikörperHIVHIV-positiv

HIV-PEP

HIV-Postexpositionsprophylaxe, wörtlich: vorbeugende Maßnahme (= Prophylaxe) nach (= post) einer Situation mit HIV-Übertragungsrisiko (= HIV-Exposition). Auf zwei bis vier Wochen befristete Einnahme einer Kombinationsbehandlung gegen HIV, beginnend in den ersten 72 Stunden nach einer Situation mit HIV-Übertragungsrisiko. Eine HIV-PEP kann das Übertragungsrisiko nachträglich noch deutlich senken, eine Infektion aber nicht in jedem Fall verhindern.

Siehe auch Kombinationsbehandlung

HIV-positiv

Auch HIV-seropositiv, oft auch seropositiv oder positiv; als HIV-positiv werden Blutproben bezeichnet, in denen Antikörper gegen HIV nachgewiesen wurden. Das mit einem Zweittest bestätigte Testresultat HIV-positiv bedeutet, dass eine Infektion mit HIV vorliegt. Gegensatz: HIV-negativ.

Siehe auch AntikörperHIVHIV-negativInfektion

Homöopathie

Behandlungsrichtung der Komplementärmedizin, von griechisch homoios = ähnlich, pathos = Leiden oder Krankheit, die auf Samuel Hahnemann (1755 – 1843) zurückgeht und «Gleiches durch Gleiches» behandelt. Homöopathisch zubereitet, d.h. verdünnt und verschüttelt, sollen Wirkstoffe bei kranken Menschen jene Symptome heilen, die sie bei gesunden hervorrufen.

Siehe auch Komplementärmedizin

Hormon

Vom Organismus gebildeter Botenstoff. Hormone steuern u. a. den Stoffwechsel, das Wachstum, die Entwicklung und die Befindlichkeit des Individuums. Hormone werden meist in entsprechenden Drüsen gebildet.

IDU

Von englisch: injecting drug user = Drogenkonsumenten und – konsumentinnen, die sich die Wirkstoffe spritzen. IVD Intravenöser Drogenkonsum

Siehe auch Intravenöser Drogenkonsum

Ikterus

Gelbverfärbung der Haut, mögliches Zeichen einer Hepatitis. ( Subikterus)

Siehe auch HepatitisSubikterus

IL-2

Interleukin-2, Interleukine; spielt bei der Entstehung der Immunantwort eine entscheidende Rolle, u. a. durch die Stimulation der Neubildung von T-Lymphozyten wie CD4- oder> CD8-Zellen.

Siehe auch CD4CD8-ZellenImmunantwortInterleukine

Immunantwort

Reaktionen des Immunsystems auf Krankheitserreger, Allergene oder Krebszellen.

Siehe auch AllergeneImmunsystems

Immunität

Angeborene oder durch Impfung oder überstandene Krankheit erworbene Fähigkeit zur Abwehr bestimmter Krankheitserregern.

Immunsystem

Körpereigenes Abwehrsystem. Gesamtheit der Zellen und Organe, die an der Auseinandersetzung mit Krankheitserregern Allergenen oder Krebszellen beteiligt sind. CD4-Zellen, CD8-Zellen, Granulozyten

Siehe auch AllergenenCD4-ZellenCD8-ZellenGranulozyten

Impfung, aktive und passive

Aktive Impfung: Verabreichung von nicht krank machenden Antigenen , die das Immunsystem veranlassen, gegen einen bestimmten Krankheitserreger eine Abwehrstrategie zu entwickeln. Lebendimpfstoff, Totimpfstoff

Siehe auch AntigenenImmunsystemLebendimpfstoffTotimpfstoff

Indexperson

Jene Person, von der in einer Situation mit möglicher Ansteckung (Risikosituation) das mögliche Infektionsrisiko ausgeht. Zum Beispiel bei einer Stichverletzung mit einer gebrauchten Spritze jene Person, die die Spritze benützt hatte bzw. bei der die Spritze angewendet wurde.

Indikation

Grund, ein bestimmtes Heilverfahren anzuwenden bzw. abzubrechen oder ein bestimmtes Medikament zu verabreichen bzw. abzusetzen. Die Indikation ergibt sich aus der Diagnose. Kontraindikation.

Siehe auch DiagnoseKontraindikation

Infektion

Übertragung eines Krankheitserregers ( Virus, Bakterium, Pilz usw.), der sich im Körper vermehrt.

Siehe auch Virus

Informationspflichten bei HIV

Laut Meldeverordnung müssen positive HIV-Antikörper-Test-Resultate dem Robert-Koch-Institut in Berlin gemeldet werden. Allerdings ist dabei der > Datenschutz und die Datensicherheit zu gewährleisten.

Siehe auch DatenschutzHIV-Antikörper-Test

Insemination

Einbringen von Sperma, künstliche Befruchtung. Bei der homologen Insemination wird Sperma des Partners, bei der heterologen Insemination Sperma eines Samenspenders verwendet.

Integrase

HIV-eigenes Enzym, das dafür sorgt, dass das umgeschriebene Viruserbgut in das Erbgut der befallenen Zelle eingeführt wird. Hemmer der Integrase als mögliche neue Wirkstoffklasse gegen HIV werden erforscht.

Siehe auch Enzym

Interferone

Von Zellen im Rahmen einer Immunantwort gebildete Botenstoffe ( Zytokine), die u. a. antivirale sowie das Zellwachstum hemmende Wirkungen haben. Sie können teilweise auch gentechnisch hergestellt werden.

Siehe auch ImmunantwortZytokineantivirale

Interleukine

IL-2 Abkürzung: IL; von bestimmten weißen Blutkörperchen gebildete Zytokine, die andere weiße Blutkörperchen zu einer Änderung ihrer Funktion anregen.

Siehe auch IL-2Zytokine

intravenös

In die Vene (Blutbahn); z.B. Injektion eines Medikamentes oder von Drogen

Isospora belli

Einzeller, der bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem zu einer Darmerkrankung mit Fieber, Durchfall und Darmblutungen führt; opportunistische Erkrankung. Eine lang anhaltende Isosporen-Infektion des Darms gilt bei gesicherter HIV-Infektion als Aids definierend.

Siehe auch AidsImmunsystemopportunistische Erkrankung

Kaposi-Sarkom

Krebsart, die sich u. a. durch bläulich-violette Knötchen auf der Haut auszeichnet. Opportunistische Erkrankung im Rahmen einer HIV-Infektion. Ein Kaposi-Sarkom gilt bei gesicherter HIV-Infektion als Aids definierend.

Siehe auch AidsOpportunistische Erkrankung

Kofaktor

Einflussgröße, die den individuellen Krankheitsverlauf positiv oder negativ zu beeinflussen vermag.

Kohortenstudie

Beobachtung einer nach bestimmten Eigenschaften ausgewählten Gruppe zur Ermittlung eines Zusammenhangs von bestimmten Ereignissen. Die hier gewonnenen Daten sind Grundlage für eine Vielzahl von Forschungsprojekten.

Kombinationsbehandlung gegen HIV

Schulmedizinische Behandlung der HIV-Infektion, bei der mehrere Wirkstoffe mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen ( Hemmer der Reversen Transkriptase, Hemmer der Protease) gleichzeitig eingenommen werden. Erfolgreiche Kombinationsbehandlungen gegen HIV vermögen die Vermehrung von HIV wirksam einzudämmen. Die Zerstörung des Immunsystems wird gebremst, und das Immunsystem kann sich oft weitgehend erholen. Eine endgültige Vertreibung von HIV aus dem Körper gelingt aber nicht.

Siehe auch HIVHIV-InfektionHemmer der ProteaseHemmer der Reversen TranskriptaseImmunsystems

Kombinationstest

Verfahren zum Nachweis einer HIV-Infektion, bei dem ein HIV-Antikörper-Test mit einem p24-Antigen-Test zusammen durchgeführt wird. Auch ein Kombinationstest kann erst drei Monate nach einer Risikosituation eine Infektion mit HIV ausschließen; er vermag jedoch eine allfällige akute Infektion nachzuweisen.

Siehe auch HIV-Antikörper-TestHIV-Infektionakute Infektionp24-Antigen-Test

Komplementärmedizin

Von lateinisch «complementum» = Ergänzung; auch Alternativmedizin, «sanfte Medizin» oder Ergänzungsmedizin ( Schulmedizin). Die Komplementärmedizin umfasst um die 70 meist naturheilkundliche Behandlungsformen. Allen gemeinsam ist das Bestreben, den Menschen als ganzen und nicht bloß einzelne Aspekte von ihm zu betrachten und dementsprechend ganzheitlich zu heilen.

Siehe auch Schulmedizin

Kontraindikation

Grund, ein als therapeutisch aufgefasstes Verfahren (z.B. Verabreichung eines Arzneimittels) nicht anzuwenden. Indikation.

Siehe auch Indikation

Krankengeschichte

Patienten-Dossier bei einem Arzt oder einer Ärztin, das u. a. die Dokumentation von Symptomen, Befunden, Diagnosen und Therapien in chronologischer Reihenfolge enthält. Abkürzung: KG

Siehe auch BefundenDiagnosenSymptomenTherapien

Kryptokokken-Meningitis

Hirnhautentzündung, die auf eine Infektion durch den Kryptokokkus genannten Pilz zurückzuführen ist.

Kryptosporidien

Einzeller, die bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem zu heftigen, lang dauernden Durchfällen führen können. Opportunistische Erkrankung im Rahmen einer HIV-Infektion. Eine lang anhaltende Kryptosporidien-Infektion gilt bei gesicherter HIV-Infektion als Aids definierend.

Siehe auch AidsHIV-InfektionOpportunistische Erkrankung

Kündigungsschutz bei HIV

Wegen einer HIV-Infektion allein darf niemandem gekündigt werden; bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit besteht jedoch nur während einer bestimmten Frist ein Kündigungsschutz.

Siehe auch HIV-Infektion

Lebendimpfstoff

Impfstoff, der aus vermehrungsfähigen Erregern besteht, die bezüglich ihrer Fähigkeit, Krankheiten zu verursachen, abgeschwächt wurden. Totimpfstoff, Impfung

Siehe auch ImpfungTotimpfstoff

Leberzirrhose

Bindegewebiger Umbau der Leber im Sinne der Bildung von Narbengewebe als Ersatz für untergegangenes Lebergewebe mit zunehmender Beeinträchtigung der Leberfunktion. Unter anderem Folge von übermäßigem Alkoholkonsum oder einer chronischen Hepatitis-Infektion.

Siehe auch Hepatitis-Infektion

Leukenzephalopathie, progressive multifokale

Zunehmender Verlust der weißen Substanz des Gehirns durch eine Infektion mit Papova-Viren. Opportunistische Erkrankung im Rahmen einer HIV-Infektion. Eine progressive multifokale Leukenzephalopathie gilt bei gesicherter HIV-Infektion als Aids definierend.

Siehe auch AidsHIV-InfektionOpportunistische Erkrankung

Leukoplakie, orale

Befall der Mundschleimhaut mit weißlichen, nicht abstreifbaren Belägen, die durch das Epstein-Barr-Virus verursacht werden. Opportunistische Erkrankung im Rahmen einer HIV-Infektion .

Siehe auch HIV-InfektionOpportunistische Erkrankung

Lipodystrophie

Umverteilung des Körperfettes als Teil eines Syndroms, das auf Stoffwechselstörungen zurückzuführen ist, an denen Medikamente gegen HIV mitbeteiligt sind.

Siehe auch HIVSyndroms

log (Logarithmus)

Mathematisches Verfahren, bei dem eine Zahl als Potenz, meist als Zehnerpotenz, dargestellt wird (1000 = 10 3 = 3 log10 = 3 log); wird oft verwendet, um Änderungen des Viral Load auszudrücken.

Siehe auch Viral Load

Lymphe

Flüssigkeit aus Lymphplasma und Lymphkörperchen (vorwiegend Lymphozyten). Lymphe entsteht durch Austritt von Blutplasma aus den Blutgefässen ins Gewebe; sie fließt über Lymphgefäße und die Lymphknoten wieder zurück in den Blutkreislauf.

Siehe auch BlutplasmaLymphknotenLymphozyten

Lymphknoten

Kleine Organe in Lymphgefäßen, in denen Fremdstoffe aus der Lymphflüssigkeit gefiltert werden.

Lymphozyten

Untergruppe der weißen Blutkörperchen, die in Knochenmark, Lymphknoten, Thymus und Milz gebildet werden und für die Immunantwort des Körpers wichtig sind. Man unterscheidet B- und T-Lymphozyten. B-Lymphozyten stellen Antikörper her. T-Lymphozyten ( CD4-Zellen, CD8-Zellen) sind für die körpereigene Abwehr durch Zellen verantwortlich.

Siehe auch AntikörperCD4-ZellenCD8-ZellenLymphknoten

Makrophagen

Fresszellen; Zellen des Immunsystems, die fähig sind, körperfremdes Material und « Abfall » -Zellen des Organismus aufzunehmen und zu verdauen.

Meldepflicht/Meldeverordnung

Informationspflicht bei HIV

Siehe auch Informationspflicht

Mikrosporidien

Einzeller, die bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem zu heftigen, lang dauernden Durchfällen führen können. Opportunistische Erkrankung im Rahmen einer HIV-Infektion .

Siehe auch HIV-InfektionImmunsystemOpportunistische Erkrankung

mitochondriale Toxizität

Giftigkeit, die zu einer Schädigung von Mitochondrien führt. Gewisse Wirkstoffe in Kombinationsbehandlungen gegen HIV haben eine mitochondriale Toxizität, was vermutlich eine der Ursachen für gewisse Nebenwirkungen wie die Lipodystrophie ist.

Siehe auch KombinationsbehandlungenLipodystrophieMitochondrien

Mitochondrien

Strukturen innerhalb der Zellen, deren Aufgabe es ist, durch die Oxidation von Nährstoffen Energie zu erzeugen und Rohstoffe für den Aufbau von Eiweißen und anderen Molekülen bereitzustellen.

Mykobakterium avium

Bakterium, das bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem Lungeninfektionen verursachen kann, aber auch andere Organe wie das Blut, das Knochenmark, die Leber, die Nieren und die Lymphknoten befallen kann. Opportunistische Erkrankung im Rahmen einer HIV-Infektion . Mykobakterien-Infektionen gelten bei gesicherter HIV-Infektion als Aids definierend.

Siehe auch AidsHIV-InfektionImmunsystemOpportunistische Erkrankung

Mykoplasmen

Heute den Bakterien zugeordnete, zellwandlose Mikroorganismen.

Neuropathie, periphere

Erkrankung der peripheren, d. h. im äußeren Bereich des Körpers gelegenen Nerven, die zu Funktionsstörungen wie z.B. Schmerzen, Kribbeln oder Lähmungen führen kann. Periphere Neuropathien sind u. a. eine mögliche Nebenwirkung gewisser Wirkstoffe im Rahmen einer Kombinationsbehandlung gegen HIV.

Siehe auch Kombinationsbehandlung

nichtnukleosidanalog

Molekülstruktur, die jener der Bausteine der Erbsubstanz (Nukleoside) nicht gleicht. NNRTI, Hemmer der Reversen Transkriptase, nukleosidanalog.

Siehe auch Hemmer der Reversen TranskriptaseNNRTInukleosidanalog

NNRTI

Von englisch: non-nucleoside reverse transcriptase inhibitors, deutsch: nichtnukleosidanaloge Hemmer der Reversen Transkriptase, NRTI

Siehe auch Hemmer der Reversen TranskriptaseNRTI

Non-Hodgkin-Lymphom

Bösartige Krebsgeschwülste von lymphatischen Zellen ( Lymphe), die auch im Magen-Darm-Trakt oder im Zentralnervensystem auftreten können. Non-Hodgin-Lymphome gelten bei gesicherter HIV-Infektion als Aids definierend.

Siehe auch Aids definierendHIV-InfektionLymphe

Nonprogressoren

Auch Langzeit-Nonprogressoren (= Nicht-Fortschreiter); Menschen, bei denen eine Æ HIV-Infektion – vermutlich aufgrund ihrer Veranlagung und Konstitution – auch nach mehr als 15 Jahren noch zu keinen Beschwerden geführt hat und deren Viral Load relativ tief und deren CD4-Wert relativ hoch geblieben ist.

Siehe auch CD4-WertHIV-InfektionViral Load

NRTI

Von englisch: nucleoside reverse transcriptase inhibitors, deutsch: nukleosidanaloge Hemmer der Reversen Transkriptase, NNRTI

Siehe auch Hemmer der Reversen TranskriptaseNNRTInukleosidanaloge

nukleosidanalog

Molekülstruktur, die jener der Bausteine der Erbsubstanz (Nukleoside) gleicht. NRTI, Hemmer der Reversen Transkriptase, nichtnukleosidanalog.

Siehe auch NRTInichtnukleosidanalog

opportunistische Erkrankungen

Erkrankungen, die bei geschwächtem Immunsystem – z.B. verursacht durch eine fortgeschrittene HIV-Infektion – typischerweise und gehäuft oder mit anderem, schwererem Verlauf auftreten. Neben den opportunistischen Infektionen zählen auch andere Infektionen und gewisse Krebsformen dazu. Viele davon gelten bei gesicherter HIV-Infektion als Aids definierend. ( Aids Dementia Complex, Candida-Pilze, Herpes, Isospora belli, Kaposi-Sarkom, Kryptosporidien, Kryptokokken-Meningitis, Non-Hodgkin-Lymphom, Leukenzephalopathie, progressive multifokale, Leukoplakie, orale, Mikrosporidien, Mykobakterium avium, Pneumocystis-carinii-Pneumonie, Salmonellen, Toxoplasmose, zerebrale, Zervixkarzinom, Zytomegalie-Virus>

Siehe auch AidsAids Dementia ComplexCandida-PilzeHIV-InfektionHerpesKaposi-SarkomKryptokokken-MeningitisKryptosporidienLeukenzephalopathieLeukoplakieMikrosporidienMykobakterium aviumNon-Hodgkin-LymphomPneumocystis-carinii-PneumonieSalmonellenToxoplasmoseZervixkarzinomZytomegalieopportunistischen Infektionen

opportunistische Infektionen

Infektion durch Erreger, die häufig im gesunden Körper vorkommen, ohne Schaden anzurichten. Bei einer Immunschwäche - z. B. verursacht durch eine fortgeschrittene HIV-Infektion - können sie sich jedoch vermehren und zu Krankheiten führen.

Siehe auch HIV-Infektion

oral

Den Mund betreffend, durch den Mund

p24-Antigen

Bestandteil des HIV Antigen p24-Antigen-Test

Siehe auch AntigenHIVp24-Antigen-Test

p24-Antigen-Test

Test, der einen Virusbestandteil ( p24-Antigen ) nachweist. Ein negativer p24-Antigen-Test schließt eine HIV-Infektion nicht aus, weshalb er den HIV-Antikörper-Test zur Abklärung einer HIV-Infektion in der Regel nicht ersetzen kann. Der Test wird fast ausschließlich bei Verdacht auf Vorliegen einer akuten Infektion verwendet.

Siehe auch HIV-Antikörper-Testakuten Infektionp24-Antigen

Patientenrechte

Gesetzlich garantierte und damit einklagbare Rechte von Patienten und Patientinnen im Umgang mit Spitälern, Gesundheitsbehörden, Ärztinnen und Ärzten.

PCR-Diagnostik

Von englisch: polymerase chain reaction = Polymerase-Ketten-Reaktion; Methode, mit der das Erbgut eines Erregers (z.B. HIV ) nachgewiesen wird. Die qualitative PCR-Diagnostik wird vor allem bei Zweifelsfällen eingesetzt oder zum Nachweis einer HIV-Infektion bei Neugeborenen, die quantitative zur Bestimmung des Viral Load bei feststehender HIV-Infektion. Sie kann einen HIV-Antikörper-Test nicht ersetzen.

Siehe auch HIVHIV-Antikörper-TestViral Load

Phytotherapie

Behandlungsrichtung der Komplementärmedizin, von griechisch phyton=Gewächs. Lehre von der Anwendung von blutdrucksenkenden Wirkstoffen bei Bluthochdruck usw. Calanolide A, Cannabis, Carnivora (Venusfliegenfalle), Echinacea (Sonnenhut), Hypericin (Johanniskraut), Krallendorn, Liv52®, Padma 28®, Teebaumöl, Tropaeoleum (Kapuzinerkresse)

Siehe auch Komplementärmedizin

PI

Von englisch: protease inhibitors, deutsch: Hemmer der Protease

Siehe auch Hemmer der Protease

Placebo

Scheinpräperat, das keinen Wirkstoff enthält. Placebos werden u. a.. zur Prüfung der Wirksamkeit neuer Substanzen eingesetzt. Die Behandlungsgruppe erhält den zu testenden Wirkstoff, die Vergleichsgruppe das äußerlich nicht zu unterscheidende Placebo ( Doppelblindstudie ).

Siehe auch Doppelblindstudie

Pneumocystis-carinii-Pneumonie (PcP)

Durch den Erreger Pneumocystis carinii ( Protozoen ) hervorgerufene Lungenentzündung. Sie ist eine der häufigsten opportunistische Erkrankungen im Rahmen einer HIV-Infektion . Ein PcP gilt bei gesicherter HIV-Infektion als Aids definierend.

Siehe auch HIV-InfektionProtozoenopportunistische Erkrankungen

Pneumonie

Lungenentzündung; wiederkehrende bakterielle Pneumonien gelten bei gesicherter HIV-Infektion als Aids definierend. Pneumocystis-carinii-Pneumonie

Siehe auch Aids definierendPneumocystis-carinii-Pneumonie

Primärprophylaxe

Vorbeugende Maßnahme zur Verhütung von drohenden Krankheiten, z.B. durch Einnahme bestimmter Medikamente. Sekundärprophylaxe, prophylaktisch, Prävention.

Siehe auch PräventionSekundärprophylaxeprophylaktisch

Prognose

Vorhersage über Verlauf und Ausgang einer Krankheit, die auf ärztlicher Erfahrung und wissenschaftlichen Kriterien basiert. ( Diagnose)

Siehe auch Diagnose

prophylaktisch

Vorbeugend, von: Prophylaxe: vorbeugende Maßnahme zur Verhütung von Krankheiten. Primärprophylaxe, Sekundärprophylaxe, Prävention

Siehe auch PrimärprophylaxePräventionSekundärprophylaxe

Protease

Enzym des HIV, das bei der Vermehrung des Virus eine wichtige Rolle spielt. Es trennt Viruseiweiße in kleinere Eiweiße, sodass diese für den Bau neuer Viren benutzt werden können. Hemmer der Protease

Siehe auch EnzymHIVHemmer der Protease

Protozoen

Einzellige Lebewesen (z.B. Pneumocystis carinii, Toxoplasma gondii, Amöben usw.), die zu Krankheiten wie der Pneumoscystis-carinii-Pneumonie oder der zerebralen Toxoplasmose führen können.

Siehe auch Pneumoscystis-carinii-PneumonieToxoplasmose

Prävention

Vorbeugende Gesundheitsfürsorge, z.B. Gesundheitserziehung, Safer Sex, Safer Use oder Schutzimpfungen ( Impfung, Primärprophylaxe)

Siehe auch ImpfungPrimärprophylaxeSafer SexSafer Use

Psyche

Griechisch psyche = Seele, Seelenleben; heute Bezeichnung für die Gesamtheit bewusster und unbewusster seelischer (insbesondere emotionaler) Vorgänge und geistiger bzw. intellektueller Funktionen.

Psychoneuroimmunologie

Wissenschaft, die mögliche Zusammenhänge zwischen Psyche, Nerven- und Immunsystem untersucht.

Siehe auch Psyche

Psychosomatik

Von griechisch psyche = Seele und soma = Körper; Richtung der Medizin, die erkennt, dass zwischen psychischen Vorgängen und körperlichen Erscheinungen ein enger Zusammenhang besteht.

Siehe auch psyche

Psychotherapie

Aus Psyche und Therapie. Die therapeutische Beeinflussung von Verhaltensanomalien (= Abweichungen vom Normalen) und seelischen Leiden mit seelisch-geistigen Mitteln. Psychotherapie ist ein Oberbegriff, der eine Vielzahl von Methoden und Richtungen umfasst, u. a.. Gesprächspsychotherapie, Humanistische Interventionsformen, Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie.

Siehe auch PsycheTherapie

QiGong

Verfahren der Komplementärmedizin. Meditations- und Atemtechnik, die zur Traditionellen chinesischen Medizin.

Siehe auch KomplementärmedizinTraditionellen chinesischen Medizin

randomisiert

Zufällig zugeordnet, Doppelblindstudie

Siehe auch Doppelblindstudie

registriert

Alle in der Bundesrepublik Deutschland gemachten HIV-Antikörper Tests, die positiv ausfallen, werden anonymisiert beim Robert-Koch-Institut in Berlin registriert

Siehe auch Robert-Koch-Institut

Reisen mit HIV/Aids

Bei Reisen stellen sich allenfalls Fragen in Bezug auf die Gesundheit und den erforderlichen Impfschutz; wichtig sind auch die Einreisebestimmungen des Ziellandes.

Resistenz

Unempfindlichkeit eines Erregers gegenüber einer sonst wirksamen Substanz. Betrifft die Unempfindlichkeit mehrere Substanzen, spricht man von Kreuzresistenz. Resistenz und Kreuzresistenz sind ein wichtiges Problem im Rahmen von Kombinationsbehandlungen gegen HIV; eine sehr gute Adherence ist ein wichtiger Faktor, um Resistenzen zu vermeiden.

Siehe auch AdherenceKombinationsbehandlungen

Resistenztests

Verfahren, mit denen untersucht wird, gegen welche in üblicher Dosierung verabreichte Wirkstoffe ein Erreger vermutlich ( Resistenz) ist.

Siehe auch Resistenz

Retroviren

Gruppe von Viren, deren Erbsubstanz aus RNS besteht. Sie besitzen das Enzym Reverse Transkriptase, das ihnen erlaubt, innerhalb einer Wirtszelle eine DNS -Kopie der Erbsubstanz herzustellen. Erst dank diesen Kopien können sich die Retroviren vermehren. HIV ist ein Retrovirus.

Siehe auch DNSEnzymHIVRNSReverse TranskriptaseViren

Reverse Transkriptase

Enzym, das RNS in DNS umschreibt. Nur Retroviren besitzen ein solches Enzym. Hemmer der Reversen Transkriptase.

Siehe auch DNSEnzymRNSRetroviren

Rezeptor

Besondere Struktur an Zellen für die Erkennung, Bindung oder Aufnahme bestimmter Substanzen, u. a.. CD4-Rezeptor

Siehe auch CD4-Rezeptor

rezidivierend

Ein Rezidiv bildend, d.h. wiederum auftretend, einen Rückfall hervorrufend. Wiederauftreten einer Krankheit, nachdem zunächst eine Abheilung eingetreten war.

RNS R

ibonukleinsäure, englisch: ribonucleic acid (RNA). RNS enthält die Anleitung für den Bau eines Eiweißes in der Zelle. Das Erbgut von Retroviren wie z.B. HIV besteht aus RNS. ( DNS )

Siehe auch DNSHIVRetroviren

Safer Sex

Verhaltensregeln, deren Einhaltung das Risiko einer sexuellen Übertragung von HIV und vielen anderen sexuell übertragbaren Krankheiten massiv vermindert.

Siehe auch HIV

Safer Use

Verhaltensregeln für Drogenkonsumenten und – konsumentinnen, deren Einhaltung das Risiko einer Übertragung von HIV und anderen übertragbaren Krankheiten beim Drogenkonsum massiv vermindert.

Siehe auch HIV

Salmonellen

Krankheitserreger, die insbesondere in Eiern und Geflügel vorkommen und zu Bauchkrämpfen mit Durchfall und Fieber führen können. Eine wiederkehrende Salmonellen-Infektion bei gesicherter HIV-Infektion gilt als Aids definierend.

Siehe auch Aids definierendHIV-Infektion

Schnelltest

HIV-Antikörper-Test, der vor Ort durchgeführt werden kann, ohne dass das Blut an ein Labor eingeschickt werden muss. Deshalb ist das Resultat nach etwa einer halben Stunde verfügbar. Auch Schnelltests müssen von Medizinalpersonen durchgeführt werden, und auch sie ergeben erst drei Monate nach einer Risikosituation ein ausreichend sicheres Ergebnis.

Siehe auch HIV-Antikörper-Test

Schulmedizin

Auch «konventionelle Medizin». Medizin, die auf einem naturwissenschaftlichen Weltbild fußt. Jene medizinische Richtung, die in Lehre und Praxis das von der großen Mehrheit aller Ärzte und Ärztinnen Anerkannte vertritt. ( Komplementärmedizin)

Siehe auch Komplementärmedizin

Sekundärprophylaxe

Auch Rückfallprophylaxe; Maßnahme zur Verhütung, dass eine bereits einmal durchgemachte Krankheit erneut ausbricht, z.B. durch die Einnahme bestimmter Medikamente. Primärprophylaxe, prophylaktisch.

Siehe auch Primärprophylaxeprophylaktisch

Serologie

Gebiet der Medizin, das sich mit den Immuneigenschaften des Blutserums und deren Nachweis beschäftigt, z.B. den Nachweis von Antikörpern.

Siehe auch AntikörpernBlutserums

Serostatus

In Bezug auf eine Infektion mit HIV: Der Befund, dass spezifische Antikörper gegen HIV vorhanden sind ( HIV-positiv, positiver Serostatus) bzw. dass sie nicht vorhanden sind ( HIV-negativ, negativer Serostatus) ( Serologie)

Siehe auch AntikörperBefundHIVHIV-negativHIV-positivSerologie

Shiatsu

Verfahren der Komplementärmedizin. Aus Japan stammende Massagetechnik, die auf ähnlichen Theorien wie die Akupunktur beruht.

Siehe auch AkupunkturKomplementärmedizin

SIV

Anderseits Abkürzung für Simian Immunodeficiency Virus, ein dem HIV verwandtes Virus, das bei bestimmten Affenarten auftreten kann. Das SIV erlaubt einzelne Untersuchungen zur HIV-Infektion im Tiermodell.

Siehe auch HIVVirus

Sozialversicherungen

Eine Übersicht über die Sozialversicherungen in der Bundesrepublik Deutschland

Spurenelemente

Chemische Elemente, die in sehr geringen Mengen im Organismus vorkommen und von diesem für den Stoffwechsel benötigt werden, z.B. Kupfer, Zink, Jod, Fluor, Selen. Die Spurenelemente sind meist Bestandteil von Enzymen, Hormonen und Vitaminen. Spurenelemente werden über Trinkwasser, Nahrung und Atemluft aufgenommen.

Siehe auch EnzymenHormonenVitaminen

Stationäre Behandlung

Behandlung, für die der Patient oder die Patientin ins Krankenhaus aufgenommen werden muss. Gegensatz ambulante Behandlung

Siehe auch ambulante Behandlung

STD

Von englisch: sexually transmitted disease(s), deutsch: sexuell übertragbare Krankeit(en), z.B. Lues (Syphilis), Gonorrhö (Tripper), Herpes oder Hepatitis. Auch die HIV-Infektion ist grundsätzlich eine STD.

Siehe auch HIV-InfektionHepatitisHerpes

Stärkung des Immunsystems

Auch Immuntherapie, Immunrekonstitution; Kombinationsbehandlungen gegen HIV richten sich gegen den primären Krankheitserreger, das HI-Virus, und unterdrücken dessen Vermehrung. Ein grundsätzlich anderer, möglicher Ansatz für eine Behandlung bei HIV ist, das Immunsystem zu stärken, damit dieses von sich aus besser mit dem Virus fertig wird.

Siehe auch HI-VirusImmunsystemKombinationsbehandlungen

Subikterus

Gelbverfärbung der Augenschleimhäute, mögliches Zeichen einer Hepatitis. ( Ikterus)

Siehe auch HepatitisIkterus

subkutan

In die Unterhaut; z.B. Injektion eines Medikamentes

Symptom

Subjektiv wahrgenommene Äußerung einer Krankheit (z.B. Schmerzen, Müdigkeit, Unwohlsein) Befund, Diagnose

Siehe auch BefundDiagnose

Syndrom

Gruppe von mehreren Krankheitserscheinungen, die sich gleichzeitig oder nacheinander äußern und in einem Krankheitsbild zusammengefasst werden. Aids als Ausdruck einer fortgeschrittenen HIV-Infektion ist ein Syndrom mit verschiedenen gesundheitlichen Störungen, ebenso Wasting.

Siehe auch AidsHIV-InfektionWasting

Taggeldversicherung

Taggeldversicherungen sollen das Risiko Lohnausfall bei Krankheit abdecken, welches nicht mehr durch die Lohnfortzahlungspflicht der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers gedeckt ist. In diesem Bereich entstehen HIV-positiven Menschen die größten versicherungsrechtlichen Probleme.

Siehe auch HIV-positiven Menschen

TCM

Traditionelle chinesische Medizin

Siehe auch Traditionelle chinesische Medizin

Test

Zum Nachweis einer HIV-Infektion: HIV-Antikörper-Test, p24-Antigen-Test, Kombinationstest, Schnelltest; zur Bestimmung des Viral Load: PCR-Diagnostik; s. auch Resistenztest

Siehe auch HIV-Antikörper-TestPCR-DiagnostikResistenztestSchnelltestViral Loadp24-Antigen-Test

Therapie

Nach griechisch therapeia = das Dienen, die Pflege. Alle (medizinischen) Maßnahmen zur Heilung einer Krankheit.

Therapiepause

Auch «drug holidays» = Medikamentenferien; vollständiges Absetzen einer Kombinationsbehandlung gegen HIV für eine befristete Zeit. Ob geplante und medizinisch überwachte (strukturierte) Therapiepausen im Rahmen eines Behandlungsplanes möglich sind, ohne den Therapieerfolg zu gefährden, ist Gegenstand von Studien.

Siehe auch Kombinationsbehandlungdrug holidays

Totimpfstoff

Impfstoff, der aus abgetöteten Krankheitserregern oder aus – oft gentechnisch hergestellten – Teilen davon besteht. Lebendimpfstoff, Impfung

Siehe auch ImpfungLebendimpfstoff

Toxoplasmose, zerebrale

Infektionskrankheit, die durch Toxoplasma gondii ( Protozoen) ausgelöst wird; bei Menschen mit HIV-Infektion kann sie bei später Diagnosestellung oder ausbleibender Behandlung Hirnabszesse erzeugen ( Abszess). Eine zerebrale Toxoplasmose ist eine opportunistische Erkrankung im Rahmen einer HIV-Infektion und gilt dann als Aids definierend.

Siehe auch AbszessAidsDiagnosestellungHIV-InfektionProtozoenopportunistische Erkrankung

Traditionelle chinesische Medizin

Abkürzung TCM; Heilsystem der Komplementärmedizin, welches auf altchinesischen Weltanschauungen fußt. Es umfasst einen breiten Fächer verschiedener Therapien und Behandlungsmethoden. Akupunktur, QiGong, Shiatsu

Siehe auch AkupunkturKomplementärmedizinQiGongShiatsu

Tuberkulose

Abkürzung: Tbc; Infektionskrankheit, die durch Mycobacterium tuberculosis (Tuberkelose-Bakterium) ausgelöst wird und vor allem die Lungen befällt, aber auch andere Organe betreffen kann. Eine Tuberkulose bei gesicherter HIV-Infektion gilt als Aids definierend.

Siehe auch AidsHIV-Infektion

Tumor-Nekrose-Faktor (TNF)

Von bestimmten weißen Blutkörperchen gebildetes Zytokin, das andere Zellen zu einer Änderung ihrer Funktion anregt. Möglicherweise beschleunigt TNF den Verlauf der HIV-Infektion .

Siehe auch HIV-InfektionZytokin

Übertragung der HIV-Infektion, Strafbarkeit der

Die wissentliche Übertragung der HIV-Infektion kann strafrechtlich nach verschiedenen Gesetzesartikeln verfolgt werden.

vaginal

Zur weiblichen Scheide gehörend, durch die Scheide

Vermittlungsfähigkeit

Vermittlungsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt ist eines der Kriterien, die erfüllt sein müssen, um Leistungen der Arbeitslosenversicherung zu beziehen. Eine HIV-Infektion steht der Vermittlungsfähigkeit nicht entgegen.

Siehe auch HIV-Infektion

vertikale Transmission

Übertragung von der Mutter auf das Kind während der Schwangerschaft, der Geburt oder beim Stillen.

Viral Load

Auch Viruslast oder Virämie; Anzahl Virus-Erbgutkopien pro tausendstel Liter (Milliliter)> Blutplasma; Kenngröße für das Ausmaß der Virusvermehrung im Körper.

Siehe auch BlutplasmaVirus

Virulenz

Grad der Aggressivität eines Krankheitserregers im befallenen Organismus.

Virus

Lateinisch virus = Gift, Schleim; Krankheitserreger. Ein Virus besteht aus Erbgut ( DNS oder RNS), das bei gewissen Viren wie dem HIV von einer Eiweißhülle umgeben ist. Viren verfügen nicht über die für Wachstum und Teilung erforderlichen Enzyme, sondern brauchen dazu die Zellen eines Wirtsorganismus. Retrovirus

Siehe auch DNSEnzymeHIVRNSRetrovirus

Vitamine

Chemische Substanzen, die der Körper nicht selber zusammenbauen (synthetisieren) kann, die aber für den Stoffwechsel – in sehr geringen Mengen – lebensnotwendig sind. Sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Vitamine regulieren als Wirkstoffe biologische Vorgänge.

Wasting-Syndrom

Englisch «wasting» = zehrend, schwächend; durch starken Gewichtsverlust und Durchfall gekennzeichnetes Krankheitsbild, das bei fortgeschrittenem Immundefekt auftreten kann. Bei gesicherter HIV-Infektion gilt das Wasting-Syndrom als Aids definierend .

Siehe auch AidsHIV-Infektion

Wechselwirkung

Auch Interaktion; gegenseitiger Einfluss verschiedener Wirkstoffe aufeinander. Die gemeinsame Einnahme verschiedener Wirkstoffe (zugelassene Medikamente, nicht registrierte Präparate, illegale Drogen, legale pflanzliche Extrakte usw.) kann zu gefährlichen Wechselwirkungen führen, aber auch erwünschte Wirkungen haben. Es ist deshalb u. a.. bei der Durchführung einer Kombinationstherapie gegen HIV wichtig, alle eingenommenen Wirkstoffe zu kennen und ihre Wechselwirkungen zu berücksichtigen.

Siehe auch Kombinationstherapie

Wiedereingliederung, berufliche

Mit den verbesserten Therapiemöglichkeiten stellt sich für bisher aufgrund von Erwerbsunfähigkeit berentete HIV-positive Menschen die Frage nach einer beruflichen Wiedereingliederung. Hierbei kann auf verschiedene Leistungen der Rentenversicherung zurückgegriffen werden.

Siehe auch HIV-positive

zerebral

Auch cerebral; das Großhirn betreffend, vom Großhirn ausgehend oder zu ihm gehörend

Zervixkarzinom

Bösartige Krebsgeschwulst am Gebärmutterhals; häufigste Krebserkrankung jüngerer Frauen. Ein Zervixkarzinom gilt bei gesicherter HIV-Infektion als Aids definierend.

Siehe auch AidsHIV-Infektion

Zusatzversicherung (Krankenversicherung)

Die freiwilligen Zusatzversicherungen decken Risiken und Kosten ab, die über die Grundversicherung hinausgehen. Sie dürfen «schlechte Risiken», d.h. Menschen mit vorbestehenden Leiden, von der Deckung ausschließen. Für HIV-positive Menschen ist es deshalb schwierig, eine Zusatzversicherung abzuschließen, wenn ihr Serostatus einmal feststeht.

Siehe auch HIV-positiveSerostatus

Zytokine

Von Zellen hergestellte Eiweiße, die die Funktionen anderer Zellen beeinflussen können. Chemokine, Interferone, Interleukine, Tumor-Nekrose-Faktor.

Siehe auch ChemokineInterferoneInterleukineTumor-Nekrose-Faktor

Zytomegalie-Virus (ZMV)

Das Zytomegalievirus ist weit verbreitet, ruft bei intaktem Immunsystem aber keine schweren Erkrankungen hervor. Als opportunistische Infektion im Rahmen einer HIV-Infektion kann die ZMV-Infektion aber zu einer Netzhautentzündung und zu Blindheit führen oder den Magen-Darm-Trakt oder das Gehirn befallen. (Top) Sollten Sie hier bei der Erklärung von Fremdwörtern einmal das gesuchte Wort nicht finden, können Sie uns gerne Ihre Frage per E-Mail über das Kontakt-Formular senden.

Siehe auch E-Mail über das Kontakt-FormularHIV-InfektionTopopportunistische Infektion