Kategorie: Infektionsrisiken

  • Blutübertragung

    In Deutschland sind Empfänger von Blutkonserven durch die Untersuchung des Spenderblutes seit Herbst 1985 nahezu geschützt. Dennoch bleibt ein sehr geringes Restrisiko bestehen. Da die Antikörper gegen HIV erst einige Wochen nach der Infektion nachweisbar sind, könnte die Blutkonserve eines frisch (d.h. vor wenigen Tagen oder ein, zwei Wochen) infizierten Blutspenders HI-Viren enthalten. Deshalb werden…

  • Spritzen von Drogen

    Der gemeinsame intravenöse Gebrauch von Spritzen, Nadeln, Zubehör und Drogen beinhaltet ein sehr hohes Infektionsrisiko sich mit HIV aber auch mit Hepatitis-Erregern zu infizieren. Nur sterile Spritzen und sauberes Zubehör (diese werden in Apotheken, von Drogenberatungsstellen oder in Druckräumen abgegeben) bieten einen optimalen Schutz vor Infektionen!

  • Schwangerschaft, Geburt und beim Stillen

    Eine HIV-positive Frau kann das Virus während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder beim Stillen auf ihr Kind übertragen. In Deutschland konnte die Mutter-Kind-Übertragungsrate durch die Anwendung von Schutzmaßnahmen wie Medikamenteneinnahme am Ende der Schwangerschaft, Kaiserschnittgeburt, Verzicht auf Stillen und vorübergehende Therapie (zwei bis vier Wochen nach der Geburt) des Kindes inzwischen auf unter 2%…

  • Analverkehr

    Ungeschützter Analverkehr (Darmverkehr) gilt als besonders gefährlich. In der sehr empfindlichen Darmschleimhaut kommt es beim Eindringen zu kleinen (nicht immer spürbaren) Verletzungen. Beide Partner sind gefährdet, der oder die ‚Passive’ jedoch wesentlich stärker. Der eindringende Partner kann sich über den Kontakt mit Blut infizieren, der oder die ‚Passive’ (d.h. die Person, in die eingedrungen wird)…

  • Oralverkehr

    Auch über die Mundschleimhaut kann HIV aus dem Menstruationsblut, dem Sperma oder der Scheidenflüssigkeit aufgenommen werden. Das Risiko ist beim ungeschützten Oralverkehr zwar geringer als bei einem ungeschützten Vaginal- oder Analverkehr, dennoch sind HIV-Infektionen durch die Aufnahme des Samenergusses mit dem Mund nicht auszuschließen. Wer sich oral befriedigen lässt (Cunnilingus/Fellatio), dessen Risiko ist praktisch gleich…

  • Vaginalverkehr

    HI-Viren im Sperma oder in der Scheidenflüssigkeit brauchen nicht unbedingt offene Wunden, um in den Körper zu gelangen, auch die Schleimhaut ist eine Eintrittspforte für das Virus. Geschlechtskrankheiten oder Verletzungen erhöhen die Gefahr der Ansteckung. Frauen haben beim Vaginalverkehr ein größeres Infektionsrisiko als Männer, da sie beim Verkehr mit ungleich mehr Körperflüssigkeit (Sperma) in Berührung…