„Erste Hilfe“ nach einem Kondomunfall

Trotz aller Sorgfalt kann es passieren, dass ein Kondom reißt oder abrutscht. Ungewollt ist man dann dem Risiko einer HIV-Infektion oder einer unerwünschten Schwangerschaft ausgesetzt.

Was können Sie tun?

Als Notfallmaßnahme zur Verhütung einer Schwangerschaft kann durch die „Pille danach“ innerhalb von maximal 48 bis 72 Stunden die Einnistung einer befruchteten Eizelle verhindert werden. Hierzu sollten Sie sich möglichst schnell beim Frauenarzt oder in einem Krankenhaus mit gynäkologischer Abteilung beraten lassen.

Zur weitest möglichen Minderung des Ansteckungsrisikos mit dem HI-Virus sollten Sie

  • sich nach vaginaler oder analer Aufnahme von Sperma zur Risikominderung äußerlich Abbrausen. Innere Spülungen sind umstritten, da die Infektionsgefahr durch mögliche Verletzungen eher erhöht als verringert wird.
  • nach aktivem Vaginal- oder Analverkehr können Sie die Infektionsgefahr durch Urinieren und Abbrausen des Gliedes vermindern.
  • Sperma sofort ausspucken, den Mund ausspülen und mit möglichst hochprozentigem (mindestens 40 %) Alkohol nachspülen.

Die richtige Anwendung von Kondomen erfordert ein wenig Übung. Je vertrauter beide Partner im Umgang mit Kondomen sind, desto seltener kommt es zum Abrutschen oder Reißen. Informationen „Rund ums Kondom“ finden Sie hier.